Aktuelle Corona-News

Aktuelle Corona-News

Eine gute Nachricht: Unsere Werkstätten und die Tagesförderstätte öffnen in Teilen ab Montag, den 25.05.2020 an verschiedenen Standorten. Dabei dürfen jedoch vorerst maximal 25% aller Beschäftigten die Arbeit wieder aufnehmen.
Die entsprechende Allgemeinverfügung des Kreises Dithmarschen vom 17.05.2020 finden Sie hier.

Das heißt für die Tagesförderstätte: Sie öffnet ihre Pforten zunächst für 6 Betreute.

Für die Werkstätten gilt: Die Teamleiter an den Standorten und der Soziale Dienst entscheiden die nächsten Tage, welche  Mitarbeiter in welcher Reihenfolge kommen können. Diese Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden informiert, wann es genau für sie losgeht.  Wer nicht informiert wird, bleibt erst mal weiter zu Hause. Wichtig ist, dass alle Abstandsregelungen und Hygienemaßnahmen eingehalten werden können. Es kann nur kommen, wer nicht zur Risikogruppe gehört.

Alle anderen Mitarbeiter bleiben weiterhin mit ihrem Gruppenleiter oder dem Sozialen Dienst in Kontakt. Die Notgruppen bleiben natürlich auch weiterhin bestehen.

Das für die Öffnung nötige Öffnungs- und Hygienekonzept ist derzeit in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und dem Leistungsträger.

Genau wie alle anderen Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen mussten auch wir unsere Werkstätten wegen des Coronavirus schließen und das Betretungsverbot unserer Werkstätten und weiteren tagesstrukturierenden Maßnahmen für Menschen mit Handicap umsetzen. Oberstes Ziel ist der gesundheitliche Schutz!

Das Krisenteam trifft alle wichtigen Entscheidungen des Hauses: 

  • Dorothee Martens-Hunfeld, Vorstand
  • Uta Kleinschmidt, Bereichsgeschäftsführerin Finanzen/Service, Kinder und Tagesförderstätte
  • Karola Wischmann, Bereichsgeschäftsführerin Arbeit und Wohnen
  • Petra Schröder, Abteilungsleitung Personal
  • Guido Grothues, Abteilungsleitung Sozialer Dienst
  • Meiko Frischkorn, Spezialist Pflege
  • Marita Boysen, Vorsitzende Betriebsrat
  • Manuela Kintscher, Abteilungsleiterin Kinder und Tagesförderstätte (Isolationszentrum)
  • Angela Näter, Pflegefachkraft im Wohnhaus Österstraße (Isolationszentrum)
  • Mechthild Alves, Abteilungsleiterin Marketing und Kommunikation
  • Olaf Stortz, Fachkraft für Arbeitssicherheit, Stortz Medizin- und Sicherheitsmanagement GmbH (z. T. Präsenz vor Ort, sonst mobil).

Hier finden Sie Fotos der Mitglieder unseres Krisenteams.

 

Welche wichtigen Entscheidungen wurden getroffen und welche Maßnahmen umgesetzt?

 

Schließung der Werkstätten, der Tagesförderstätte, der Kita Löwenherz, der Heilpädagogische Frühförderung und des Horts: Auf Erlass der Landesregierung von Schleswig-Holstein haben wir die genannten Einrichtungen zum 16.03.2020 geschlossen. Innerhalb von zwei Tagen wurden alle Mitarbeiter/innen, Eltern und Angehörige informiert, ein Notdienst installiert und die Öffentlichkeit benachrichtigt. Link zum Erlass

Es gibt keinen Hinweis auf Lockerungen in Bezug auf die derzeit geschlossenen Werkstätten und anderen tagesstrukturierenden Maßnahmen. Von daher bleiben sie aktuell bis auf Weiteres geschlossen.

Entscheidungen für die ganze Stiftung

 

Kommunikation und Information

Unter der Leitung von Mechthild Alves werden alle Angestellten täglich per E-Mail über die Entscheidungen und Maßnahmen des Krisenteams informiert. Zudem wird das Intranet und das Qualitätsmanagement-Tool zur Information genutzt. Weitere Kanäle zur Kommunikation sind die diversen Homepages, der Facebook-Auftritt, der Instagram-Account der Stiftung Mensch und Youtube. Die Öffentlichkeit wird zusätzlich über Pressemeldungen, Radio, Print- und Onlineberichte informiert.
Hier geht es zu Facebook und hier zu Instagram.

 

Strategie und Netzwerk

Die Geschäftsführung und besonders der Vorstand stehen stetig im Kontakt mit den Leistungsträgern, den Ministerien, dem Landrat des Kreises, den Fachdiensten des Kreises Dithmarschen, anderen Werkstätten wie Stiftung Drachensee oder Herbert-Feuchte-Stiftung, den Gremien wie Stiftungsrat, Kuratorium oder Soziale Allianz und weiteren Partner. Neben dem fachlichen Austausch stehen immer im Vordergrund auch alle politischen Entscheidungen, die ja derzeit oft kurzfristig erfolgen und uns direkt betreffen. Ziel ist immer der Schutz unser Mitarbeiter, Bewohner und Kunden. Auch die Führungskräfte sind in diesen Zeiten besonders gefordert.

 

Neue Prozesse und Strukturen

Das Krisenteam entscheidet täglich neu und schafft viele Rahmenbedingungen für das ganze Haus: Sei es die Aktualisierung des Pandemieplans, die Umsetzung des Protection-Plans des Landes Schleswig-Holstein, die Einrichtung eines Isolationszentrums für mögliche eintretende Covid-19-Patienten im Wohnhaus in der Österstraße, die Klärung rechtlicher Fragen, Anweisungen für alle Beschäftigten oder der Aufbau aller Dokumentationspflichten. Auch Hygieneschulungen und spezielle Schulungen zum Umgang mit Covid-19-Patientinnen und Patienten wie Lagerung und Mobilisierung wurden stiftungsweit durchgeführt. Doch eins kommt nicht zu kurz: Immer auch die Menschen im Blick zu haben, Vertrauenspersonen für das tägliche Gespräch anzubieten, mit allen Beschäftigten im Kontakt bleiben, Fragen und Sorgen besprechen und auch Lustiges zu erleben.

 

Werkstätten und Sozialer Dienst

Ergänzend zur Schließung der Werkstätten wurden auch die Mitarbeiter/innen mit Handicap von den Außenarbeitsplätzen und Praktikas nach Hause geschickt.

Alle Mitarbeiter/innen werden mindestens einmal pro Woche telefonisch durch die Kolleginnen des Sozialen Dienstes kontaktiert. Die Rückmeldungen dazu sind durchweg positiv, die psychosoziale Begleitung ist gewährleistet. Die Sorgen und Nöte können aufgefangen werden. Mit der März-Lohnabrechnung wurden alle Betreuten und die Angehörigen umfassend über die aktuelle Situation informiert. Verschiedene Kontaktmöglichkeiten stehen zur Verfügung.

Produktion: Durch die Schließung der Werkstätten stehen die FABs (Fachkraft für Arbeits- und Berufsförderung) und weiteres Fachpersonal für die Betreuung in den Wohnhäusern zur Verfügung. Weitere Arbeiten wie auf dem Bioland-Bauernhof werden natürlich weiter erledigt. In der Näherei werden fleißig Mund-Nasen-Masken aus hochwertiger Baumwolle für alle Beschäftigten genäht. Definierte systemrelevante Dienstleistungsaufträge wie z. B. Signalelemente für die Feuerwehrkleidung werden durch die FABs aufrechterhalten. Auch die Wäscherei ist weiter für den Eigenbedarf im Betrieb.

Tagesstrukturierende Maßnahmen: Für die Mitarbeiter/innen mit Handicap zuhause, für die Wohnhäuser, Trainingswohnungen und ambulanten Wohngruppen wurden und werden tagesstrukturierende Maßnahmen entwickelt, umgesetzt und dokumentiert. Auch werden zusätzlich Online-Tools, Telefonkonferenzen und Videos eingesetzt.

Angestellte aus den geschlossen Stiftungsbereichen werden vermehrt in den Wohnhäusern und Wohngruppen zur Betreuung der Menschen mit Behinderungen eingesetzt, die ja leider nicht mehr zur Arbeit dürfen. Die tagesstrukturierenden Maßnahmen helfen hier täglich. Die geforderte Dokumentation der Landesregierung und der Leistungsträger kann so gewährleistet werden.

 

Wohnhäuser, Trainingswohnungen, ambulante Wohngruppen 

Hier laufen im Hintergrund viele Personalplanungen und Umschichtungen aus den geschlossenen Stiftungsbereichen. Die Tagesstruktur für alle, die nicht in die Werkstätten dürfen, muss gut und gewährleistet sein.

Alle Angestellten tragen einen Mundschutz aus Baumwolle und zeigen so ihre Fürsorge für das Gegenüber.

 

Ambulant betreutes Wohnen, ambulante Wohngruppen, Wohnen plus

Die Betreuung läuft gut weiter. Einige Klient/innen sind vorübergehend aus Vorsorgegründen zu ihren Eltern oder Angehörigen gezogen. Im ambulant betreuten Wohnen findet weiterhin eine Betreuung im Wohnalltag statt. Neben der Face-to-Face-Assistenz mit genügend Abstand wird vermehrt telefoniert. Der Jahreskurs in der ambulanten Wohnschule findet derzeit nicht statt. Auch die Freizeitangebote mussten abgesagt werden.

 

Tagesförderstätte, Kita Löwenherz, Heilpädagogische Früherziehung, Hort

Alle Eltern und Angehörigen wurden sofort über die Schließungen informiert. In der Kita Löwenherz findet durch den Leiter Sebastian Friedel weiterhin eine Notbetreuung statt, die auch genutzt wird. Viele weitere Kolleg/innen aus diesem Bereich sind in den Wohnhäusern tätig.

 

Tochterunternehmen Mook we gern – Ihr ambulanter Pflegedienst

Die ambulante Pflege wird selbstverständlich weiter geleistet. Das ganze Team ist täglich bei gerade vielen älteren Menschen zugegen, pflegt, tröstet und fängt die aktuellen Fragen und Sorgen auf. Die Tagespflege musste auch aufgrund des Erlasses geschlossen werden.

Die Pflegedienstleiterin Yvonne Hartig übernimmt zusätzlich Basis-Schulungen für unser Personal in den Wohnhäusern zum Umgang mit möglichen Covid-19-Patienten. Hier erfahren die Teilnehmer u. a. wie eine atemerleichternde Lagerung erfolgt, wann ein Notfall vorliegt oder wie mobilisiert werden kann. Weitere interne Multiplikatoren-Schulungen erfolgen dann mit dem schriftlichen Handout dazu und einer Videobegleitung.

Wir werden Sie auch weiterhin informieren. Bleiben Sie gesund. Wir wünschen Ihnen ruhige und erholsame Ostertage!

 

Bildquelle: cottonbro von Pexels

2020-05-19T15:24:23+02:0019.05.20|